So funktioniert die Analyse

Unser Trust-Score fasst die öffentlichen Rezensionen eines Ortes zusammen. Diese Seite beschreibt genau, wie er entsteht, was jede Zahl bedeutet und — ebenso wichtig — was sie nicht bedeutet. Alles Folgende stammt ausschließlich aus den Rezensionen selbst; nichts anderes fließt ein.

1. Was erhoben wird

Zu jeder Rezension lesen wir die Sternebewertung, den Zeitstempel, den Text, die Anzahl angehängter Fotos, die öffentlich sichtbare Gesamtzahl an Rezensionen und Fotos des Kontos sowie die Information, ob ein eigenes Profilbild statt des Google-Standard-Avatars verwendet wird.

Die Stichprobe sind die 500 neuesten Rezensionen eines Ortes; analysiert wird erst ab 50 Rezensionen. Darunter sind die Prozentwerte zu verrauscht, um sie zu zeigen — es entsteht dann gar keine Analyse.

Rezensionstexte und Autorendaten werden gelöscht, sobald die Analyse berechnet ist. Wir behalten die Rezensions-Kennungen von Google sowie aggregierte Zahlen — keine Texte, keine Namen, keine Profilbilder. Wenn Sie eine Kennzahl öffnen, um die zugrunde liegenden Rezensionen zu sehen, werden diese live bei Google abgerufen und nicht aus einem Speicher von uns.

2. Der Trust-Score (0–100)

Der Trust-Score beantwortet eine Frage: Tragen diese Rezensionen die Merkmale echter, engagierter Verfasserinnen und Verfasser? Jede Rezension erhält zwischen 10 und 100 Punkte — ein Sockel von 10 plus vier Bestandteile:

  • Texttiefe — bis zu 55 Punkte, logarithmisch skaliert, voller Wert ab etwa 10 Wörtern. Der größte Teil entfällt darauf, dass überhaupt substanzieller Text vorhanden ist.
  • Historie des Kontos — bis zu 15 Punkte, ebenfalls logarithmisch, voller Wert bei rund 50 verfassten Rezensionen.
  • Angehängtes Foto — 10 Punkte, wenn mindestens ein Bild beiliegt.
  • Echtes Profilbild — 10 Punkte, wenn ein eigenes Foto statt des Standard-Avatars verwendet wird.

Der Wert des Ortes ist der Durchschnitt seiner Rezensionswerte, abzüglich eines Abschlags von bis zu 10 Punkten für den Anteil an Rezensionen mit auffälligem Muster (Abschnitt 3). Auch dieser Abschlag ist logarithmisch: Sein Maximum erreicht er bei 10 % und bleibt dort gedeckelt — eine einzelne markierte Rezension von 500 kostet also etwa einen Punkt, nicht zehn.

Der Trust-Score misst Glaubwürdigkeitssignale, nicht Wahrheitsgehalt. Ein niedriger Wert bedeutet, dass die Rezensionen knapp, anonym oder ohne Fotos sind — er ist kein Beleg dafür, dass eine einzelne Rezension gefälscht ist.

3. Auffällige Muster

Eine einzige Regel, vollständig genannt: ein Kalendertag mit mindestens 5 Rezensionen, von denen mindestens 4 „knappe 5★“ sind — fünf Sterne, höchstens 2 Wörter Text, kein angehängtes Foto und ein Konto mit insgesamt höchstens 20 Rezensionen. Jede knappe 5★-Rezension eines solchen Tages wird gezählt. Der Wert des Ortes ist die Summe über alle Tage, zusätzlich als Anteil an der Stichprobe angegeben.

Der Gedanke dahinter: Ein tatsächlich gut besuchter Tag bringt eine Mischung aus Bewertungen, Längen und Fotos hervor. Eine Wand identischer, leerer Fünf-Sterne-Bewertungen von neuen Konten an einem einzigen Tag tut das nicht.

Das ist ausschließlich ein statistisches Muster — keine Bewertung einzelner Rezensionen oder ihrer Autorinnen und Autoren. Rezensionen können dem Muster aus völlig harmlosen Gründen entsprechen, und wir behaupten von keiner einzelnen, sie sei gefälscht oder bezahlt.

Das Rezensionsaufkommen wird dargestellt, aber nie markiert. Eine frühere Regel, die stark frequentierte Zeiträume als verdächtig behandelte, wurde im August 2026 zurückgezogen: Eine anhaltende Kampagne hebt ihren eigenen Vergleichswert an, sodass die Regel gerade die größten Fälle nicht mehr sah — und eine Regel, deren Schweigen wie ein Urteil wirkt, ist schlechter als keine.

4. Qualitätssignale der Rezensionen

Vier Prozentwerte der Stichprobe, als Balken dargestellt. Sie sind die Zutaten des Trust-Scores und werden offengelegt, damit nachvollziehbar ist, warum er ausgefallen ist, wie er ausgefallen ist. Bei allen vieren ist höher besser.

  • Ausführlich — die Rezension hat mindestens 10 Wörter.
  • Mit Fotos — mindestens ein Bild ist angehängt.
  • Echtes Profilbild — es wird ein eigenes Foto statt des Standard-Avatars verwendet.
  • Erfahrene Verfasser — das Konto hat insgesamt mindestens 5 Rezensionen geschrieben.

5. Aspekt-Radar — worüber gesprochen wird

Fünf Themen, ausgewählt nach der Art des Ortes: Ein Restaurant wird nach Essen, Service, Atmosphäre, Tempo und Sauberkeit bewertet, ein Hotel nach Zimmern, Service, Sauberkeit, Lage und Preis-Leistung, eine Praxis nach Behandlungsqualität, Personal, Wartezeit, Sauberkeit und Kommunikation, und so fort. Eine nicht erkannte Kategorie erhält einen allgemeinen Satz.

Eine Rezension zählt zu einem Thema, wenn ihr Text eines der zugehörigen Stichwörter enthält. Innerhalb der Sätze, die es erwähnen, werden positive und negative Wertungswörter gezählt; eine Verneinung in den wenigen Wörtern davor kehrt die Wertung um. Der Achsenwert ist der positive Anteil dieser Erwähnungen, geglättet, sodass dünne Belege eher in der Mitte liegen als an den Extremen. Googles eigene geführte Bewertungen fließen mit ein, sofern sie angetippt wurden. Ein Thema braucht mindestens 3 beitragende Rezensionen, um überhaupt einen Wert zu zeigen.

Jede Achse ist ein Stimmungsverhältnis, kein Durchschnitt der Sterne: 50 ist ausgeglichen, über 50 bedeutet mehr positive als negative Erwähnungen. Das ist Absicht — viele beliebte Orte haben fast nur Fünf-Sterne-Bewertungen, was ein sternbasiertes Radar zu einer nichtssagenden Form glätten würde, während die Stimmung die Themen weiterhin unterscheidet.

6. Notenverteilung und Rezensionsaufkommen

Die Notenverteilung zählt, wie viele der erfassten Rezensionen welche Sternebewertung vergeben haben. Sie bezieht sich auf die 500 neuesten Rezensionen und kann daher vom bei Google angezeigten Gesamtdurchschnitt abweichen.

Das Aufkommensdiagramm zeigt Rezensionen pro Tag für die letzten 30 Tage oder pro Monat über den erfassten Zeitraum. Leere Zeiträume werden als Null gezeichnet und nicht überbrückt. Das Diagramm ist rein beschreibend: Nichts darin wird als Warnung markiert oder eingefärbt.

7. Grenzen des Verfahrens

Offen benannt, denn ein Wert, dessen Schwächen verborgen bleiben, ist weniger wert als einer, dessen Schwächen bekannt sind:

  • Aktualitätsverzerrung — die Stichprobe sind die 500 neuesten Rezensionen, keine Zufallsauswahl aus allen.
  • Die Stimmungsanalyse arbeitet auf Englisch, auf Grundlage von Googles eigener Übersetzung jeder Rezension. Eine Rezension, deren Formulierung die Übersetzung übersteht, wird so gut bewertet wie eine englische; eine Redewendung womöglich nicht. Der Trust-Score, die Qualitätssignale, die Notenverteilung und die Musterregel sind sprachunabhängig.
  • Erwähnung ist nicht Zuordnung — die Stimmung wird auf den Satz begrenzt, der ein Thema erwähnt; innerhalb eines Satzes („super Service, furchtbares Essen“) zählen aber beide Wörter für beide Themen. Es ist eine schnelle Näherung, kein Sprachverständnis.
  • Unter 50 Rezensionen entsteht gar keine Analyse.
  • Signale, keine Urteile — alles hier beschreibt Muster. Es weist auf Rezensionen hin, die einen zweiten Blick lohnen; es stellt nicht fest, dass eine bestimmte Rezension gefälscht ist, und sagt nichts über die Person aus, die sie geschrieben hat.

8. Was das alles nicht ist

Ein Trust-Score ist eine Information, keine Entscheidung. Auf seiner Grundlage wird nichts gewährt, verweigert oder entschieden, und eine automatisierte Entscheidung im Sinne von Art. 22 DSGVO findet nicht statt. Ist ein Ort ein Einzelunternehmen oder eine freiberufliche Praxis, behandeln wir den Score datenschutzrechtlich als Profiling und stützen ihn auf eine dokumentierte Interessenabwägung.

Wenn Ihnen ein Ort gehört und Sie der Analyse widersprechen, können Sie sie entfernen lassen — siehe . Die rechtlichen Einzelheiten stehen in .